Längs des Weges

Transhumanz und Hirtenleben

Samstag, 23. Mai 2020, 20.25 Uhr

Hirten, Wege und Grenzen: Seit Jahrhunderten werden Schafherden über Pässe und Grenzen getrieben. Auf diese Weise rücken auch Lebenswelten zusammen. Ein Beispiel ist der uralte Hirtenweg durchs Eggental nach Fassa.

Die Fassaner brachten in vergangener Zeit ihre Schafe vier Mal im Jahr zur Viehmesse nach Bozen. Sie verfügten hier sogar über eigene Weiderechte.
Mit neuem Wissen und neuen Anregungen kehrten sie nach Hause zurück - und wurden auf diese Weise zu Kulturträgern und Übersetzern.

Wir begleiten in dieser Reportage zwei Hirten unserer Tage, Sepp Koler und Ruggero Divan, bei der Transhumanz. Beide führen ein freies, man könnte auch sagen: wildes Leben in den Bergen.
Den Weg der Konvention verlassen mitunter auch andere Menschen. Sie ziehen aufs Land, mitunter in die Abgeschiedenheit. Die Brixnerin Julia Gasser ist eine von ihnen. Sie bewirtschaftet mit ihrer Familie selbstbestimmt einen Bauernhof im Fleimstal.